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Album Rezension: In Flames - Sounds Of A Playground Fading

in Musicvortex 04.02.2012 22:00
von Toasti | 51 Beiträge | 99 Punkte

Hier meine Rezension zum neusten Album der schwedischen Metalband "In Flames". Dieses neue Album hat viele kontroversen ausgelöst, da sich die band den Vorwürfen stellen musste ihrem eigenen Stil nicht mehr treu geblieben zu sein. Ich bin da anderer Meinung und möchte das im Folgendem begründen. Vielleicht kann ich ja auch dem ein oder anderen, der mit dem obigen Namen nichts anfangen kann, ja helfen auf den Geschmack zu kommen.



1. Sounds Of A Playground Fading
Der Song beginnt mit einem langsamen und sehr sauber gespieltem Gitarrensolo, gefolgt von von dunklien Riffs, die rasch schneller werden. Der Gesang ist hier ganz ähnlich zum Vorgängeralbum (A Sense Of Purpose). Nach kurzem Intro und eine sehr sparsamen Strophe geht es dann zügig in den Refrain über, der doch sehr starken Ohrwurmcharakter hat und stehts mit der titelgebenden Phrase endet. Kurze Zwischenspiele, die dann zum Finale leiten, lehnen wieder stark an den Anfang an. Der Song endet mit eingängigen Gitarrenriffs.
Insgesamt ein wirklich phänomenaler Opener für das Album.

2. Deliver Us
Gerade das Intro dieses Songs ist wahnisnnig kraftvoll, und die Riffs sind wirklich treibend. Kleine elektronische Elemente stechen zwar anfangs hervor, passen sich aber gut in das Gesamtbild ein. Dieser Song wurde als Vorab-Single veröffentlicht, und das aus gutem Grund: Er ist wirklich publikumstauglich und auch Hörer, die den Stil von In Flames nicht gewohnt sind, werden sofort Gefallen daran finden, sofern sie für die Musikrichtung etwas übrig haben.
Das Solo ist sehr überzeugend und kraftvoll und hat starken Wiedererkennungswert. Der typische Sound der Band eben.

3.All For Me
Auch dieser Song fängt melodisch und leise an, ganz im Stil des Openers und geht dann über in schwere und treibende Riffs. Das gesamte Tempo des Songs ist eher gemäßigt, wobei zu beachten ist, dass der Gesang ganz klar bewusst langsamer gestaltet wurde, als die Rythmen es eigentlich erwarten lassen. Die Zwischenspiele setzen sich immer aus den selben Riffs wie zu Anfang zusammen und ergeben ein flüssiges Gesamtbild. Der melancholische Part zum Ende hin ist definitiv der stärkste Teil dieses doch eher unspektakulären Songs. Da wäre mehr Potential drin gewesen!

4.The Puzzle
Jetzt geht es definitv wieder schneller zur Sache! Der Gesang mag in den Strophen meiner Empfindung nach nicht zu den Gitarren passen, das ist aber alles vergessen, sobald man die Bridge und den phänomenalen Refrain hört! Bloß nicht von den etwas seltsam anmutenden Strophen abschrecken lassen.
Das Zwischenspiel, welches den Übergang zum langsameren und harmonischen Part des Songs schafft, ist wirklich äußerst passend, denn es führt außerdem zum letzten Refrain und erzeugt schon an dieser Stelle eine vollkommen andere Stimmung als noch zu Anfang das Songs herrschte.
Der lange Instrumentalteil gegen Ende erzeugt einen schönen Fluss und ist der perfekte Übergang zum nächsten Song.

5. Fear Is The Weakness
Auch dieser Song fängt langsam und startet dann mit sehr stark Lead-Gitarren orientierten Riffs und absolut klarem Gesang. Diese Strophen sind definitv die stärksten auf dem ganzen Album. Nicht nur lyrisch sind sie äußerst ansprechend, sondern Anders zeigt hier zum ersten Mal mehrere Stimmlagen, die sich absolut schnell und doch passend abwechseln. Der Refrain ist wirklich sehr melancholisch: Er besteht hauptsächlich aus kurzen Versen, die anfangs auf mittlerer Tonlage gesungen, immer düsterer werden. Hier wird wirklich Tiefgang erzeugt!

6. Where The Dead Ships Dwell
Hier fallen sofort die vielen elektronischen Einflüsse auf, die gut mit den eintönigen Riffs harmonieren obwohl sie einen starken Kontrast bilden. Hier hört man Anders in einer anderen Tonlage singen, als es die vorherigen Titel der Fall war. Der Refrain mag zu Anfang nicht melodisch wirken, dieser Eindruch verfliegt aber schnell.
Dies ist aber eher ein Song, der erst nach mehrmaligem Höhren gefällt, aber dann umso mehr.

7. The Attic
Dieser Song ist vollkommen anders als alle vorherigen Titel, dann hier wird man keine Riffs oder ähnliches finden. Dieser Song erzählt eine Geschichte und vermittelt große Ruhe und Abgeschiedenheit (passend zum Titel). Anders zeigt auch hier, dass seine Stimme treibende Kraft der gesamten Band ist, er zeigt eine Varianz, die man zwar schon auf früheren Alben kennen und mögen gelernt hat, aber doch immer wieder gerne auf neue Weise hört. Mir hat vor allem der unterschwellige Puls sehr gut gefallen, der über die gesamte Länge des Songs zu hören ist, wenn man ein wenig darauf achtet.
Dieser Song fungiert eher als Verschnaufpause für das, was da noch kommt.

8. Darker Times
Im Kontrast zum vorherigen Song, zeigt die band hier wieder das, wofür sie bekannt sind. Ähnlich wie "The Puzzle" sind auch hier wieder düstere, schnelle Riffs vorherrschend, wodurch der melodische Refrain sehr stark hervorsticht. Wem "The Puzzle" gefallen hat, wird diesen auch mögen. Er bedient ähnlicher Elemente wie das frühere Album "Colony" oder "Come Clarity".
Schnelle Lead-Solos und doppelte Fußmaschinen geben dem Interlude ziemlich viel Charakter, sodass der darauf folgende Refrain fast schon wieder ein wenig schwach wirkt.

9. Ropes
Hier nun mein absoluter Liebling aller bisher erschienen Alben dieser grandiosen Band. Ropes fällt komplett aus der Reihe der vorherigen Stücke und liefert in sämtlichen Punkten vollkommen neue Elemente. Anders' Stimme hört sich besser denn je an! Die Lead-Melodie zu Anfang ist einfach nur episch! Hut ab dafür! Auch der Refrain ist sowohl lyrisch als auch musikalisch absolut untypisch und meiner Ansicht nach genau aus diesem Grund lobenswert. Kraftvolles Teil!

10. Enter Tragedy
Dieser Titel fängt vielversprechend an, viele Geschwindigkeitswechsel und eine überaus starke Lead! Auch Anders zeigt sich hier wieder von seiner gewohnten Seite: So kraftvoll hat man ihn auf dem vorherigen Album nicht schreien hören. Der gekonnte Wechsel von Aggression und Melodik weiß zu überzeugen. Auch dieser Song schlägt ähnliche Töne an wie bereits "The Puzzle", wenn auch mit einem schwächerem Refrain.
Insgesamt ein lohnender Titel, der aber im Vergleich zu den anderen Stücken ein wenig hinterherhinkt.

11. Jester's Door
Hier wird sehr mit Lautmalerei gespielt und dieser Titel kann nicht als Song im herkömmlichen Sinne gesehen werden. Er ist mehr ein melancholisches Interlude, bei welchem Anders nicht singt, sondern in einer sehr müden, düsteren Stimme spricht. Ähnlich wie "The Attic" wird hier auch wieder eine Geschichte erzählt. Zum Ende hört man elektrische Drums, die dem Ganzen etwas Schwung verleihen und auf die nächsten Titel vorbereiten.

12. A New Dawn
Dieser Song hat mich absolut überrascht: Ähnlich wie bei den ersten Alben ein Wechsel zwischen melodischen und harten, treibenden Riffs und ein Wechsel zwischen Screaming und klarem Gesang. Die Grundmelodie sucht seines gleichen und der Kontrast in Form von Anders Stimme dazu ist einfach überragend. Im Refrain verbinden sich diese Elemente auf äußerst elegante Weise und das Zwischenspiel im Mittelteil, in welchem sogar Streicher zu hören sind, machen aus diesem Titel wirklich ein Gesamtkunstwerk! Die Kombinationen sind absolut passend gewählt schaffen eine wahnsinnig melancholische Atmosphäre.

13. Liberation
Dieser Song kann sich nicht mehr wirklich als Metal bezeichnen und fällt komplett aus der Reihe. Insgesamt überhaupt nicht dem Stil von In Flames entsprechend. Es ist nach wie vor ein guter Song, aber nichts was ich von den Schweden erwartet hätte. Gefallen hat er zwar trotzdem gefunden, dennoch hoffe ich, dass es bei diesem einen Song solcherart bleibt. Insgesamt fast schon zu poppig.


Insgesamt halte ich dieses Album für wirklich gelungen, auch wenn der Stil der Schweden sich auch hat. Kleine Experimente im elektronischen Bereich finde ich sogar außerordentlich gelungen und denke, dass die Entwicklung, die diese Band durchgemacht hat definitiv kein Rückschritt war!
Meine absoluten Favouriten dieses Albums werden hier auch noch einmal festgehalten:
- Ropes
- Fear Is The Weakness
- Deliver Us

Viel Spaß beim Probehören!


Der Mangel an geeigneten Worten hindert die wenigsten Menschen daran, ihre Meinung zu sagen.


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#2

RE: Album Rezension: In Flames - Sounds Of A Playground Fading

in Musicvortex 26.02.2012 15:54
von Bokie | 267 Beiträge | 1642 Punkte

Lest euch die Bewertung mal durch und vergleicht das mit den Songs XD
Das is schon echt gelungen, alles war recht is ^^


Mache Leute sind so dumm, dass sie gar nicht wissen wie dumm sie eigentlich sind


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